
David Jonathan Pape
David Jonathan Pape ist bildender Künstler und Gründer der galeriepunkt in Zug. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen grossformatigen Portraits und symbolhaften Motiven wie dem „Roten Stier“. Neben seiner eigenen Malerei schafft er mit der galeriepunkt einen Ort für Austausch, gemeinsames Arbeiten und Ausstellungen.
Ich male, seit ich denken kann
Erst auf Schulheften, später auf riesigen Leinwänden. Meine Arbeiten entstehen aus Beobachtung, Erinnerung und Gefühl. Oft beginne ich mit einer Idee oder Figur, doch das Bild entwickelt sich beim Malen weiter, wird eigenständig, fordert mich heraus.Ich arbeite hauptsächlich mit Öl auf Leinwand. Mich interessieren grosse Themen, Identität, Ursprung, Kraft, Symbolik. Aber auch die feinen Nuancen dazwischen: der Blick, die Geste, die Atmosphäre.In meiner aktuellen Serie beschäftige ich mich mit Archetypen und Symbolen, oft verbunden mit Tierfiguren oder intensiven Porträts. Farbe spielt dabei eine zentrale Rolle. Nicht als Dekoration, sondern als emotionale Kraft.
Ursprung · Tradition · Gegenwart
Drei Frauen. Drei Farben. Drei Zustände.
Diese drei Bilder von David Jonathan Pape wirken wie drei Stimmen, die sich gegenseitig ergänzen. Jede mit eigener Haltung, eigener Energie, eigenem Gewicht.
Von Ruhe und Tiefe über Ausgleich bis hin zur vollen Präsenz im Jetzt.
Die Hängung ist bewusst von links nach rechts gedacht:
Ursprung – Tradition – Gegenwart
Ursprung (links)
Die erste Figur strahlt Kraft und Würde aus.
Sie steht für das, was vor allem liegt, für das Fundament, aus dem wir schöpfen. Ihre Haltung ist still, aber wach. Nichts an ihr ist zufällig.
Sie wirkt nicht erklärend, sondern erinnernd: an Natur, an Körper, an das Unverfälschte. Sie verkörpert einen Zustand von Ruhe und Verbundenheit.
Tradition (Mitte)
In tiefem Ultramarin gehalten, bildet die Geisha das Zentrum der Trilogie.
Als einzige blickt sie nicht direkt in die Augen des Betrachters. Ihr Blick geht über uns hinweg, leicht an uns vorbei, in eine andere Zeit oder einen anderen Raum. Sie ist nicht konfrontativ wie die Gegenwart in Magenta. Sie fordert uns nicht direkt heraus. Stattdessen verweist ihr Blick auf etwas Grösseres, auf das, was über das Hier und Jetzt hinausgeht. Auf Erinnerung. Auf Zukunft. Auf das, was zwischen den Dingen liegt.
In ihrer Haltung liegt Tradition und Wissen. Sie trägt etwas mit sich, was nicht laut sein muss, um spürbar zu sein. Sie ist die Brücke zwischen Herkunft und Gegenwart.
Gegenwart (rechts)
Leuchtendes Magenta, eine Farbe, die nicht in der Natur vorkommt, aber genau deshalb so gut passt. Diese Frau tritt nicht leise auf. Ihr Blick ist direkt, ihr Ausdruck klar. Sie ist da, ohne sich zu erklären. Präsenz statt Zurückhaltung. Ihr Gesicht steht für das Jetzt. Schnell, laut, verdichtet.
Und doch: In all der Schärfe liegt auch Stärke. Die Kraft, sich zu behaupten. Die Energie, weiterzugehen. Sie schaut dir in die Augen und fragt:
Was tust du jetzt, mit all dem, was du weisst?






